Ideale Teams
Der Erfolg oder Misserfolg von komplexen Projekten ist häufig in höherem Maß abhängig
von der Effektivität eines Teams als vom spezifischen Expertenwissen der einzelnen
Mitglieder.
Expertenwissen wird dagegen nicht selten durch ungünstige Team-Mechanismen blockiert,
während in effektiven Teams jeder mehr beitragen kann als sein Fachwissen.
Jeder erfahrener Projektleiter wird diese Feststellung spontan bestätigen. Erfolgreiche
Projektleiter zeichnen sich denn auch aus durch ihr Gespür für eine optimale
Teamzusammensetzung sowie die Fähigkeit, die Talente der einzelnen Mitglieder schnell
zu erkennen, zu fördern und zielorientiert zu nutzen.
Verständlich, dass bei den hohen Kosten und Risiken komplexer Projekte dieser wichtige
Erfolgsfaktor weniger dem Zufall oder der Intuition Einzelner überlassen werden sollte,
sondern auf Basis von Regeln berechenbar und vorhersehbar gemacht werden möchte.
Dr. Meriditdh Belbin hat auf Basis empirischer Studien an Teams aus Kursteilnehmern am
Henley Management College in den 70er Jahren eine Methode zur optimalen Team-Steuerung
entwickelt, die eine Basis für gewünschte Vorhersehbarkeit von Team-Verhalten
anbietet
Belbin kam zu folgenden Schlüssen:
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Das Verhalten der Team-Mitglieder lässt sich 8 verschiedenen Rollen zuordnen
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Das Verhalten ist einigermaßen konsequent
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Das Rollenverhalten im Team ist aufgrund von Testergebnissen vorhersehbar
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Die Kombination von Team- Rollen macht Teams schlagkräftiger
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Eine individuelle Teamrolle entspricht nicht notwendigerweise seiner funktionalen/
organisatorischen Zuordnung.
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Erfolgreiche Manager erkennen selbst ihre beste Rolle und ihren Beitrag zum Team und
verhindern, dass ihre Schwächen die Leistung des Teams schmälern.
Die 8 von Belbin identifizierten Teamrollen ergeben sich aus den Verhaltensmustern der
Teammitglieder, die durch ihre Persönlichkeit und Charakterzüge bestimmt werden.
In dieser Kombination sollten sich die Teammitglieder durch ihre verschiedenen Fähigkeiten
optimal gegenseitig ergänzen. Jedes Teammitglied weiß, in welcher Situation
es besonders zur Teamleistung beitragen kann und wann es auf die Stärken der anderen
aufbauen kann.
Wir wenden Belbins Theorie seit über 20 Jahren in unseren Projekten erfolgreich
an und konnten wiederholt die Erfahrung machen, dass bei gleichen Projektzielen Teams
mit optimaler Rollen-Kombination messbar bessere Projektergebnisse liefern. Das faszinierende
an diesem Modell ist, dass durch geeignete Tests die Rollen-Schwerpunkte der einzelnen
Teammitglieder ermittelbar sind und somit durch die Projektleitung eine individuelle
Förderung Einzelner mit dem Ziel ermöglicht, im Team eine möglichst
ideale Rollen- Zusammenstellung herzustellen.
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Den Test zur Selbsteinschätzung seines Belbin Types als pdf downloaden hier >>>hier
Und hier geht es weiter zum Belbins
Teamrollen im Überblick...
Fazit
Natürlich ist auch diese Theorie nur so viel wert, mit welcher Flexibilität
und Toleranz sie in der Realität angewandt wird. D.h. bei der Umsetzung müssen
die tatsächlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. In der Regel ist die Teamgröße
von 8 unterschiedlich und ganz andere Faktoren wie bestehende oder sich entwickelnde persönliche
Zu/ Abneigungen beeinflussen die Zusammenarbeit.
Aus unserer Sicht entscheidend ist jedoch der Ansatz, dass Teammitglieder erkennen, mit
welchen Stärken sie zum Teamziel beitragen und dass derjenige mit vielleicht bislang
missachteten oder verachteten Charaktereigenschaften im Team sehr wertvolle Beiträge
leisten können die man selbst bislang unterschätzt hat. Auch begreift man vielleicht,
welche eigenen Charakterzüge im jeweiligen Team weniger zielführend sind.
Allgemein kann man feststellen:
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Die Abwesenheit einer Teamrolle schwächt ein Team
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mehr als ein shaper, chairman, planter führt zu vorhersehbaren Störungen
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mit zu vielen Planters wird nichts fertig
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Ein team aus planters und shapers wirkt brillant, versagt aber immer gegenüber
Teams mit guter Verteilung
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Bei weniger als 8 Leuten im Team muss der zweite Rollen-Schwerpunkt aktiviert werden
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Effektive Teams können bereits mit 4 Teilnehmern gebildet
werden
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Größere Teams können mehr finisher, teamworker
und company worker vertragen, u.U. muss jemand bewusst seine
stärkste Rolle zum Wohle des Teams „opfern“.
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