Die Rotorblätter müssen millimetergenau an die Nabe „gepitcht“ werden.
Bei dieser Anlage stehen die Flügel mit einem festen, optimierten Winkel im Wind.
Das heißt, dass sie bei Sturm nicht aus dem Wind herausgedreht werden können,
wie bei „gepitchten“ Rotoren. Um das Kraftwerk bei zu schnellem Wind (>25
m/sec) stillzustellen, werden die Flügelspitzen (Tips) per Hydraulik ein Stück
hinausgestoßen und so in die Rotationsrichtung gedreht, dass erheblicher Windwiderstand
für die Rotation entsteht und die Drehung abgebremst wird. Zusätzlich greift
noch eine riesige Scheibenbremse an der Hauptwelle.
Waghalsige
Pitch-Justage.
Der Rotor ist montiert.
Die
Stall-flügel sind ausgefahren.
Bevor
der fertige Rotor angehoben wird, muss allerdings erst die Gondel mit dem Getriebe
und den Generatoren auf die 74 Meter hohe Turmspitze. Erst wenn der Kranführer
kein Gewicht mehr am Haken hat, wird der Haken gelöst.
Nun
geht’s zum Endspurt. Sorgfältig wird der fertige Rotor waagerecht von 2
Kränen soweit angehoben, dass er langsam in Senkrechte gekippt und hinauf zur
Gondel gehoben werden kann.
Der
Rotor ist am Haken!
Der
Haken ist los ! 19:30 Uhr.
Damit
kann der Kran abgebaut werden. Innerhalb eines Tages wurde die gesamte Anlage aufgebaut.
Die
Inneninstallationen und der Anschluss an den Transformator waren nach 2 weiteren Arbeitstagen
abgeschlossen, so dass sich am 19 Mai um 12:28 der Rotor erstmals im Wind drehte und
Strom erzeugen konnte. Bei 4,4
m/sec werden 42,7 kW erzeugt (VW Käfer?). Bis zum Tag der Übergabe am 10. Juni wurde so bei
mageren Windverhältnissen 34.000 kWh Energie erzeugt. Zum Glück darf diese Zahl nicht auf das
Jahr hochgerechnet werden. Der Jahresertrag läge dann 60% unter unserer Erwartung.